Monatskalender 2019
Mai 2019

Die Schrift sagt: KAN GO ONJÔ 
(Der diese Stimme vernimmt/erkennt (wörtlich: sieht) )

.....wenn man von ganzem Herzen den Namen des Kannon Bosatsu anruft, erhört der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) augenblicklich diese Stimme und befreit den/die betreffenden Menschen von ihren Leiden.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangen-dô), einem Tempel der Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
(Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der Haupthalle des Sanjûsangendô, mit ihren eintausend tausendarmigen Kannon-Bosatsu Statuen (sentaisenshu-kannon), Higashiyama, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2019

 
April 2019

Die Schrift sagt: MYÔ CHI RIKI (wunderbare subtile Kraft)

.....wir empfangen die wunderbare, subtile Kraft des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalo-
kitesvara), auf dass wir unser Menschenleben verbessern.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Sennyû-ji Zweiges der Shingon-Schule, gleichzeitig Abt des (gleichnamigen)Tempels Sennyû-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.
(Abbildung: Yôkihi-Kannon Bosatsu, im Besitz des Sennyû-ji, Higashiyama, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2019


 
März 2019

Die Schrift sagt: GUZA RINSEN no tame nari 
(....Das gelegentliche Sitzen ist wegen des Gartens)

Von einem tangzeitlichen Dichter (6.-9. Jhd.). Eine Gedichtzeile aus einem Kapitel mit dem Titel „Die Villa des Herrn mit dem langen Kimono“.
Die vorhergehende Zeile lautet: „Der Gastgeber ist unbekannt“.

Der Gastgeber dieser Villa ist unbekannt, doch wenn es zufälligerweise zu einer Begegnung im Sitzen kam mit ihm, war dies ausschliesslich wegen dieses wundervollen Gartens.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt der Hoss'o-Schule, dessen Hauptkloster der Tempel Kôfuku-ji zu Nara ist.
(Abbildung: Stehender, achtzehnarmiger Kannon Bosatsu, im Besitz des Kôfuku-ji, Nara, Japan.))

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2019

 
Februar 2019
Die Schrift sagt: FUKU (Glück)

.... Dieser Tempel (Daihôon-ji) wird auch „Tafuku-san“ (wörtlich viel Glück/grosses Glück, Anm.d.Übersetzers) „Grosses Glück-Tempel“ genannt. Hier haben sich seit alters her Menschen eingefunden, welche für grosses Glück gebetet haben. Glück jedoch stellt sich durch standfestes Beten allein nicht ein. Es ist essentiell, jeden Tag mit Mitgefühl und Bescheidenheit ehrlich zu verbringen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des des Shingon Tempels DAihôon-ji, der zur Chisan-Schule des Shingon-Biddhismus gehört und sich in Kyôto befindet.

(Abbildung: Stehender, achtzehnarmiger Kannon Bosatsu, einer der sechs Kannon-Statien im Tempel Daihôon-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2019

 
 
Januar 2019

Die Schrift sagt: SHIN BUTSU NYO NYO  
(Herz, Buddha, gerade das, gerade das)

.... zitiert von einem Vers des  chinesischen Mönches Mumon Ekai, südliche Song-Zeit:

„Herz, gerade dies ist Buddha
 Buddha, gerade dies ist Herz
 Herz, Buddha, gerade das, gerade das
 In Vergangenheit und jetzt“

«Das Herz ist Buddha (d.h. die Wahrheit) selbst, Buddha ist das Herz als solches. Sowohl Herz wie Buddha sind seit Anbeginn dasselbe, sie existieren seit der Zeit des Ursprunges unverändert bis in die Gegenwart» erklärt er hiermit.
Nachdem Mumon Ekai diesen Vers verfasste, verlieh er das Siegel der Bestätigung (Inka) seinem Nachfolger, dem später als Landesmeister anerkannten Hotto Kokushi, Gründer des Klosters Kôkoku-ji in Yura, Ki-shû. (Präf. Wakayama, Anm. d. Übersetzers)

 

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besit Shôgen-ji.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2019

 
 
Monatskalender 2018
Dezember 2018

Die Schrift sagt: NYO I Hô JU
(Das wunscherfüllende Juwel)

.......... das wunscherfüllende Juwel ist ein merkwürdig geheimnisvolles Juwel, das sämtliche Wünsche, die wir haben erhört und erfüllt. Es ist ein Symbol für den Bodhisattva des Mitgefühls (Kannon Bosatsu), dessen unbegrenztes, weites Herz an uns alle denkt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Nördlichen Hoss-Schule, Kyômizu-dera, Kyôto, Japan., Japan.

(Abbildung: Sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, Besitz des Kyômizu-dera, Higashiyama, Kyôto, Japan) , Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2018

 
November 2018

Die Schrift sagt: MU 
(Nein, nichts, hat nicht, ist nicht)

Ich fragte den berühmten Dalai Lama einmal, was er über «Leerheit (Ku) und Null» denke. Der Dalai Lama sagte: «Die Null ist nichts mehr als eine gewöhnliche Zahl.» Dies war sowohl für Philospohen wie für Meditierende eine wahrlich wegweisende Antwort. Bei jener Gelegenheit konnte ich ihn über «Mu» (Nichts, hat nicht) nicht fragen, aber ich kann mir (die Antwort) denken. Mu (nichts) und Ku (Leerheit, Leere) gleichen sich, sind aber voneinander verschieden. Die Leerheit ist in allem Formen vorhanden, sie ist universell, und unergründlich tief. Mu (Nichts, hat/ist nicht) tritt zusammen mit «U» (hat, ist) auf und sie wechseln sich im Alltag ab. Nur um den Weg zur Leerheit (Ku) aufzuzeigen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Nakayama-dera Zweiges der Shingon-Schule, Nakayama-dera, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Stehender elfgesichtiger Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nakayama Tempels, Takarazuka-shi, Präfektur Hyôgo, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
Oktober 2018

Die Schrift sagt: JIGEN JISHUJÔ   
(Alle Wesen mit dem Auge des Mitgefühls betrachten)

.... ist eine der Aussagen aus dem Kannon Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut uns stets mit seinen mitfühlenden, liebenden Auge an.  Das Leben, das diesem Auge entspricht, ist der Weg Buddhas (butsu-dô, Buddha-Weg).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptpriester) des Nanzen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) der Rinzai Zen Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Stehender Shô-Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nansen-ji, Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
September 2018

Die Schrift sagt: JIHI  (Barmherzigkeit, Mitleid)

JI bedeutet „allen Wesen Erleichterung bringen“. HI bedeutet „alle Wesen von Schmerz und Leiden zu befreien.“
Damit der Mensch leben kann, ist dieses liebende Herz von grosser Wichtigkeit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Daihôon-ji, das dem Chizan-Zweig des Shingon-Buddhismus zugehört und sich in Kyôto befindet.

(Abbildung: Tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Besitz des Daihôon-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2018

 
August 2018

Die Schrift sagt: MUSETSU FUGENSHIN 
(Ohne Tempel und ohne körperliche Offenbarung)

......ein Vers aus dem Kannongyô (Kannon-Sutra), ein Ausdruck, welcher die Kraft des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) offenbart.

Die subtile Weisheitskraft des Kannon Bosatsu befreit alle Wesen dieser Welt von ihren Leiden.  Mit übernatürlicher Kraft ausgerüstet, wendet er in weitem Umkreis sein Werkzeug (upaya) der Weisheit an. Ohne Tempel und ohne sich körperlich zu manifestieren «zeigt er sich in allen Ländern und Gebieten der zehn Himmelsrichtungen» (einschliesslich Zenith und Nadir, Anm.d. Übersetzers). Der Glaube an seine Kraft ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Engyô-ji in Himeiji, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Sechsarmiger sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, im Besitz des Engyô-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2018

 
Juli 2018

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ 
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

...ein Vers aus dem Kannon Sutra (Kannongyô). Dieses Meer von angesammeltem Glück ist unermesslich. Lasst uns deshalb von ganzem Herzen tief davor verneigen und Gaben darbringen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Bischof) der Shôkannon-Schule, gleichzeitig Abt des Klosters Asakusa-dera, Tôkyô, Japan.

(Abbildung: Stehender Shôkannon Bosatsu, im Besitz des Asakusa-dera, Tôkyô)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2018

 
Juni 2018

Die Schrift sagt: MU KU SHO JÔ KÔ
......... an einer Stelle des Teils gemon des Kannon-Sutras ist die Rede vom makellosen, reinen Licht.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Haubtabt des Hauptklosters des Sentsû-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Sentsû-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
Mai 2018

Die Schrift sagt: ANJÛSHÔNEN

ANJÛ bedeutet: in einer gewissen Situation, einem gewissen Bewusstseinszustand zu verbleiben. SHÔNEN bedeutet: sich stets an das richtige Gesetz des Buddha zu erinnern, ohne es je zu vergessen. Dies ist im siebten Teil innerhalb des achtfältigen noblen Pfades, welcher vom Leiden befreit, formuliert.
Auch weist der Ausdruck ANJÛSHÔNEN auf den Glauben, die Hingabe hin, welche sich vom weltlichen Gedanken nicht beirren lässt. Er verweist auf das ruhige Verweilen im korrekten Bewusstseinszustand ohne weltliche Gedanken.

Allgemein nennt man heutzutage wichtige und unvermeidbare Situationen SHÔNENBA (hier zu übersetzen mit  «Situationen, wo es um Leben und Tod geht»), und wir sollten in unserem Leben andauernd dieses SHÔNENBA-Bewusstsein haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Shôtoku-Schule, dem Hôryû-ji in Nara, Japan.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Hôryû-ji. Nara)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
April 2018

Die Schrift sagt: SEIFÛ  (reiner Wind)

..........reiner Wind. Es ist der klare, reine Wind, der vom Herzen des Buddha oder eines Bodhisattvas hervorströmt. Wenn er uns entgegenweht, wenn wir uns in ihm befinden, erleben wir grenzenlose Ruhe und Erleichterung. Dieser reine, makellose Wind läutert das grosse Universum.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-shu Klosters Sanzen-in, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Im seiza-Sitz (Hocksitz) sitzender Kannon-Bosatsu. Statue im Besitz des Sanzen-in, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
März 2018

Die Schrift sagt: KÔDAI CHIEKAN 
(Der weite, grosse Blick der Weisheit)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf alle Lebewesen, wobei sein Schauen, stets auf Weisheit basierend, auf fünffache Weise differenziert wird. Hier (KODAI CHIEKAN) ist der Aspekt der Gleichheit betont. Der Kannon Bosatsu besitzt das Herz, welches alle Wesen aus der unbegrenzten Sicht der Gleichheit errettet und auf dem Weg führt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Shingon-Klosters Samudera, Kôbe, Japan.

(Abbildung: Sitzender Shô-Kannon Bosatsu,Statue im Besitz des Sumadera, Kôbe.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Ende Februar 2018

 
Februar 2018

Die Schrift sagt:
TOKUSHOJÔGEN  (sinojapanisch) Shôjô no manako wo uru (japanisch)
Das reine, klare Auge (reine, klare Sicht) erlangen

Vom Bodhisattva des Mitgefühls (jap. Kannon Bosatsu,  sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) wird gesagt, dass er die fünf Arten der Introspektion (Innenschau) gokan in sich vereinigt, und kraft derer alle Lebewesen errettet. Die zweite Introspektion ist die sogenannte reine, klare Sicht (welche Körper und Geist reinigt, Anm. d. Übers.). Selbst in der verunreinigten, verrucht-sündigen Welt bewahrt er das alles durchdingende, durchschauende Auge der Wahrheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin (Sanjusangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Sitzender, tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Myôhôin (Sanjusangendô), Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2018

 
Januar 2018

Die Schrift sagt: GENJÔJUYÔ (Das Annehmen der aktuellen Wirklichkeit)

Die aktuelle Wirklichkeit ist eine vollkommene Welt, welche den Menschenverstand übersteigt. Und die Lehre sagt, dass man sie als solche hingebungsvoll annehmen, und nicht etwa ablehnen soll. Im Menschenleben kommen die verschiedensten Dinge vor. Jedes einzelne dieser Vorkommnisse hat seine eigene, wichtige Bedeutung. Ist/wäre es nicht wichtig, auf eine Weise zu leben, die all diese Ereignisse nicht verneint?

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon-Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besitz Shôgen-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Dezember 2017

 
 
Monatskalender 2017
Dezember 2017
Die Schrift sagt: HOTSU BODAISHIN
(Den Erleuchtungsgeist hervorbringen)

Das Herz zu erwecken zum Wunsch nach vollkommener Erleuchtung.
Von dem Ausdruck bodaishin (Erleuchtungsgeist) wird auch gesagt, dass er eine Kurzfassung des (japanischen) Ausdrucks «anoku tara san myaku san bodaishin» (skrt.: Anuttara samyak sambodhi), deutsch «unübertroffene, perfekte Erleuchtung, perfekte Weisheit Buddhas», sei.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (sanjusangendô) der Tendai-Schule, Kyôto, Japan.
(Abbildung: Die eintausend stehenden tausendarmigen Bodhisattvas des erwähnten Tempel zu Kyôto.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2017

 
November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012

November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012

Januar 2019

Die Schrift sagt: SHIN BUTSU NYO NYO  
(Herz, Buddha, gerade das, gerade das)

.... zitiert von einem Vers des  chinesischen Mönches Mumon Ekai, südliche Song-Zeit:

„Herz, gerade dies ist Buddha
 Buddha, gerade dies ist Herz
 Herz, Buddha, gerade das, gerade das
 In Vergangenheit und jetzt“

«Das Herz ist Buddha (d.h. die Wahrheit) selbst, Buddha ist das Herz als solches. Sowohl Herz wie Buddha sind seit Anbeginn dasselbe, sie existieren seit der Zeit des Ursprunges unverändert bis in die Gegenwart» erklärt er hiermit.
Nachdem Mumon Ekai diesen Vers verfasste, verlieh er das Siegel der Bestätigung (Inka) seinem Nachfolger, dem später als Landesmeister anerkannten Hotto Kokushi, Gründer des Klosters Kôkoku-ji in Yura, Ki-shû. (Präf. Wakayama, Anm. d. Übersetzers)

 

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besit Shôgen-ji.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2019

 
 
Monatskalender 2018
Dezember 2018

Die Schrift sagt: NYO I Hô JU
(Das wunscherfüllende Juwel)

.......... das wunscherfüllende Juwel ist ein merkwürdig geheimnisvolles Juwel, das sämtliche Wünsche, die wir haben erhört und erfüllt. Es ist ein Symbol für den Bodhisattva des Mitgefühls (Kannon Bosatsu), dessen unbegrenztes, weites Herz an uns alle denkt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Nördlichen Hoss-Schule, Kyômizu-dera, Kyôto, Japan., Japan.

(Abbildung: Sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, Besitz des Kyômizu-dera, Higashiyama, Kyôto, Japan) , Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2018

 
November 2018

Die Schrift sagt: MU 
(Nein, nichts, hat nicht, ist nicht)

Ich fragte den berühmten Dalai Lama einmal, was er über «Leerheit (Ku) und Null» denke. Der Dalai Lama sagte: «Die Null ist nichts mehr als eine gewöhnliche Zahl.» Dies war sowohl für Philospohen wie für Meditierende eine wahrlich wegweisende Antwort. Bei jener Gelegenheit konnte ich ihn über «Mu» (Nichts, hat nicht) nicht fragen, aber ich kann mir (die Antwort) denken. Mu (nichts) und Ku (Leerheit, Leere) gleichen sich, sind aber voneinander verschieden. Die Leerheit ist in allem Formen vorhanden, sie ist universell, und unergründlich tief. Mu (Nichts, hat/ist nicht) tritt zusammen mit «U» (hat, ist) auf und sie wechseln sich im Alltag ab. Nur um den Weg zur Leerheit (Ku) aufzuzeigen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Nakayama-dera Zweiges der Shingon-Schule, Nakayama-dera, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Stehender elfgesichtiger Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nakayama Tempels, Takarazuka-shi, Präfektur Hyôgo, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
Oktober 2018

Die Schrift sagt: JIGEN JISHUJÔ   
(Alle Wesen mit dem Auge des Mitgefühls betrachten)

.... ist eine der Aussagen aus dem Kannon Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut uns stets mit seinen mitfühlenden, liebenden Auge an.  Das Leben, das diesem Auge entspricht, ist der Weg Buddhas (butsu-dô, Buddha-Weg).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptpriester) des Nanzen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) der Rinzai Zen Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Stehender Shô-Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nansen-ji, Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
September 2018

Die Schrift sagt: JIHI  (Barmherzigkeit, Mitleid)

JI bedeutet „allen Wesen Erleichterung bringen“. HI bedeutet „alle Wesen von Schmerz und Leiden zu befreien.“
Damit der Mensch leben kann, ist dieses liebende Herz von grosser Wichtigkeit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Daihôon-ji, das dem Chizan-Zweig des Shingon-Buddhismus zugehört und sich in Kyôto befindet.

(Abbildung: Tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Besitz des Daihôon-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2018

 
August 2018

Die Schrift sagt: MUSETSU FUGENSHIN 
(Ohne Tempel und ohne körperliche Offenbarung)

......ein Vers aus dem Kannongyô (Kannon-Sutra), ein Ausdruck, welcher die Kraft des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) offenbart.

Die subtile Weisheitskraft des Kannon Bosatsu befreit alle Wesen dieser Welt von ihren Leiden.  Mit übernatürlicher Kraft ausgerüstet, wendet er in weitem Umkreis sein Werkzeug (upaya) der Weisheit an. Ohne Tempel und ohne sich körperlich zu manifestieren «zeigt er sich in allen Ländern und Gebieten der zehn Himmelsrichtungen» (einschliesslich Zenith und Nadir, Anm.d. Übersetzers). Der Glaube an seine Kraft ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Engyô-ji in Himeiji, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Sechsarmiger sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, im Besitz des Engyô-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2018

 
Juli 2018

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ 
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

...ein Vers aus dem Kannon Sutra (Kannongyô). Dieses Meer von angesammeltem Glück ist unermesslich. Lasst uns deshalb von ganzem Herzen tief davor verneigen und Gaben darbringen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Bischof) der Shôkannon-Schule, gleichzeitig Abt des Klosters Asakusa-dera, Tôkyô, Japan.

(Abbildung: Stehender Shôkannon Bosatsu, im Besitz des Asakusa-dera, Tôkyô)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2018

 
Juni 2018

Die Schrift sagt: MU KU SHO JÔ KÔ
......... an einer Stelle des Teils gemon des Kannon-Sutras ist die Rede vom makellosen, reinen Licht.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Haubtabt des Hauptklosters des Sentsû-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Sentsû-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
Mai 2018

Die Schrift sagt: ANJÛSHÔNEN

ANJÛ bedeutet: in einer gewissen Situation, einem gewissen Bewusstseinszustand zu verbleiben. SHÔNEN bedeutet: sich stets an das richtige Gesetz des Buddha zu erinnern, ohne es je zu vergessen. Dies ist im siebten Teil innerhalb des achtfältigen noblen Pfades, welcher vom Leiden befreit, formuliert.
Auch weist der Ausdruck ANJÛSHÔNEN auf den Glauben, die Hingabe hin, welche sich vom weltlichen Gedanken nicht beirren lässt. Er verweist auf das ruhige Verweilen im korrekten Bewusstseinszustand ohne weltliche Gedanken.

Allgemein nennt man heutzutage wichtige und unvermeidbare Situationen SHÔNENBA (hier zu übersetzen mit  «Situationen, wo es um Leben und Tod geht»), und wir sollten in unserem Leben andauernd dieses SHÔNENBA-Bewusstsein haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Shôtoku-Schule, dem Hôryû-ji in Nara, Japan.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Hôryû-ji. Nara)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
April 2018

Die Schrift sagt: SEIFÛ  (reiner Wind)

..........reiner Wind. Es ist der klare, reine Wind, der vom Herzen des Buddha oder eines Bodhisattvas hervorströmt. Wenn er uns entgegenweht, wenn wir uns in ihm befinden, erleben wir grenzenlose Ruhe und Erleichterung. Dieser reine, makellose Wind läutert das grosse Universum.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-shu Klosters Sanzen-in, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Im seiza-Sitz (Hocksitz) sitzender Kannon-Bosatsu. Statue im Besitz des Sanzen-in, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
März 2018

Die Schrift sagt: KÔDAI CHIEKAN 
(Der weite, grosse Blick der Weisheit)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf alle Lebewesen, wobei sein Schauen, stets auf Weisheit basierend, auf fünffache Weise differenziert wird. Hier (KODAI CHIEKAN) ist der Aspekt der Gleichheit betont. Der Kannon Bosatsu besitzt das Herz, welches alle Wesen aus der unbegrenzten Sicht der Gleichheit errettet und auf dem Weg führt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Shingon-Klosters Samudera, Kôbe, Japan.

(Abbildung: Sitzender Shô-Kannon Bosatsu,Statue im Besitz des Sumadera, Kôbe.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Ende Februar 2018

 
Februar 2018

Die Schrift sagt:
TOKUSHOJÔGEN  (sinojapanisch) Shôjô no manako wo uru (japanisch)
Das reine, klare Auge (reine, klare Sicht) erlangen

Vom Bodhisattva des Mitgefühls (jap. Kannon Bosatsu,  sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) wird gesagt, dass er die fünf Arten der Introspektion (Innenschau) gokan in sich vereinigt, und kraft derer alle Lebewesen errettet. Die zweite Introspektion ist die sogenannte reine, klare Sicht (welche Körper und Geist reinigt, Anm. d. Übers.). Selbst in der verunreinigten, verrucht-sündigen Welt bewahrt er das alles durchdingende, durchschauende Auge der Wahrheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin (Sanjusangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Sitzender, tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Myôhôin (Sanjusangendô), Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2018

 
Januar 2018

Die Schrift sagt: GENJÔJUYÔ (Das Annehmen der aktuellen Wirklichkeit)

Die aktuelle Wirklichkeit ist eine vollkommene Welt, welche den Menschenverstand übersteigt. Und die Lehre sagt, dass man sie als solche hingebungsvoll annehmen, und nicht etwa ablehnen soll. Im Menschenleben kommen die verschiedensten Dinge vor. Jedes einzelne dieser Vorkommnisse hat seine eigene, wichtige Bedeutung. Ist/wäre es nicht wichtig, auf eine Weise zu leben, die all diese Ereignisse nicht verneint?

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon-Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besitz Shôgen-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Dezember 2017

 
 
Monatskalender 2017
Dezember 2017
Die Schrift sagt: HOTSU BODAISHIN
(Den Erleuchtungsgeist hervorbringen)

Das Herz zu erwecken zum Wunsch nach vollkommener Erleuchtung.
Von dem Ausdruck bodaishin (Erleuchtungsgeist) wird auch gesagt, dass er eine Kurzfassung des (japanischen) Ausdrucks «anoku tara san myaku san bodaishin» (skrt.: Anuttara samyak sambodhi), deutsch «unübertroffene, perfekte Erleuchtung, perfekte Weisheit Buddhas», sei.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (sanjusangendô) der Tendai-Schule, Kyôto, Japan.
(Abbildung: Die eintausend stehenden tausendarmigen Bodhisattvas des erwähnten Tempel zu Kyôto.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2017

 
November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012

November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012

Januar 2019

Die Schrift sagt: SHIN BUTSU NYO NYO  
(Herz, Buddha, gerade das, gerade das)

.... zitiert von einem Vers des  chinesischen Mönches Mumon Ekai, südliche Song-Zeit:

„Herz, gerade dies ist Buddha
 Buddha, gerade dies ist Herz
 Herz, Buddha, gerade das, gerade das
 In Vergangenheit und jetzt“

«Das Herz ist Buddha (d.h. die Wahrheit) selbst, Buddha ist das Herz als solches. Sowohl Herz wie Buddha sind seit Anbeginn dasselbe, sie existieren seit der Zeit des Ursprunges unverändert bis in die Gegenwart» erklärt er hiermit.
Nachdem Mumon Ekai diesen Vers verfasste, verlieh er das Siegel der Bestätigung (Inka) seinem Nachfolger, dem später als Landesmeister anerkannten Hotto Kokushi, Gründer des Klosters Kôkoku-ji in Yura, Ki-shû. (Präf. Wakayama, Anm. d. Übersetzers)

 

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besit Shôgen-ji.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2019

 
 
Monatskalender 2018
Dezember 2018

Die Schrift sagt: NYO I Hô JU
(Das wunscherfüllende Juwel)

.......... das wunscherfüllende Juwel ist ein merkwürdig geheimnisvolles Juwel, das sämtliche Wünsche, die wir haben erhört und erfüllt. Es ist ein Symbol für den Bodhisattva des Mitgefühls (Kannon Bosatsu), dessen unbegrenztes, weites Herz an uns alle denkt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Nördlichen Hoss-Schule, Kyômizu-dera, Kyôto, Japan., Japan.

(Abbildung: Sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, Besitz des Kyômizu-dera, Higashiyama, Kyôto, Japan) , Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2018

 
November 2018

Die Schrift sagt: MU 
(Nein, nichts, hat nicht, ist nicht)

Ich fragte den berühmten Dalai Lama einmal, was er über «Leerheit (Ku) und Null» denke. Der Dalai Lama sagte: «Die Null ist nichts mehr als eine gewöhnliche Zahl.» Dies war sowohl für Philospohen wie für Meditierende eine wahrlich wegweisende Antwort. Bei jener Gelegenheit konnte ich ihn über «Mu» (Nichts, hat nicht) nicht fragen, aber ich kann mir (die Antwort) denken. Mu (nichts) und Ku (Leerheit, Leere) gleichen sich, sind aber voneinander verschieden. Die Leerheit ist in allem Formen vorhanden, sie ist universell, und unergründlich tief. Mu (Nichts, hat/ist nicht) tritt zusammen mit «U» (hat, ist) auf und sie wechseln sich im Alltag ab. Nur um den Weg zur Leerheit (Ku) aufzuzeigen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Nakayama-dera Zweiges der Shingon-Schule, Nakayama-dera, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Stehender elfgesichtiger Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nakayama Tempels, Takarazuka-shi, Präfektur Hyôgo, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
Oktober 2018

Die Schrift sagt: JIGEN JISHUJÔ   
(Alle Wesen mit dem Auge des Mitgefühls betrachten)

.... ist eine der Aussagen aus dem Kannon Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut uns stets mit seinen mitfühlenden, liebenden Auge an.  Das Leben, das diesem Auge entspricht, ist der Weg Buddhas (butsu-dô, Buddha-Weg).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptpriester) des Nanzen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) der Rinzai Zen Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Stehender Shô-Kannon Bosatsu. Im Besitz des Nansen-ji, Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2018

 
September 2018

Die Schrift sagt: JIHI  (Barmherzigkeit, Mitleid)

JI bedeutet „allen Wesen Erleichterung bringen“. HI bedeutet „alle Wesen von Schmerz und Leiden zu befreien.“
Damit der Mensch leben kann, ist dieses liebende Herz von grosser Wichtigkeit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Daihôon-ji, das dem Chizan-Zweig des Shingon-Buddhismus zugehört und sich in Kyôto befindet.

(Abbildung: Tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Besitz des Daihôon-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2018

 
August 2018

Die Schrift sagt: MUSETSU FUGENSHIN 
(Ohne Tempel und ohne körperliche Offenbarung)

......ein Vers aus dem Kannongyô (Kannon-Sutra), ein Ausdruck, welcher die Kraft des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) offenbart.

Die subtile Weisheitskraft des Kannon Bosatsu befreit alle Wesen dieser Welt von ihren Leiden.  Mit übernatürlicher Kraft ausgerüstet, wendet er in weitem Umkreis sein Werkzeug (upaya) der Weisheit an. Ohne Tempel und ohne sich körperlich zu manifestieren «zeigt er sich in allen Ländern und Gebieten der zehn Himmelsrichtungen» (einschliesslich Zenith und Nadir, Anm.d. Übersetzers). Der Glaube an seine Kraft ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Engyô-ji in Himeiji, Hyôgo-Ken, Japan.

(Abbildung: Sechsarmiger sitzender Nyoirin Kannon Bosatsu, im Besitz des Engyô-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2018

 
Juli 2018

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ 
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

...ein Vers aus dem Kannon Sutra (Kannongyô). Dieses Meer von angesammeltem Glück ist unermesslich. Lasst uns deshalb von ganzem Herzen tief davor verneigen und Gaben darbringen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Bischof) der Shôkannon-Schule, gleichzeitig Abt des Klosters Asakusa-dera, Tôkyô, Japan.

(Abbildung: Stehender Shôkannon Bosatsu, im Besitz des Asakusa-dera, Tôkyô)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2018

 
Juni 2018

Die Schrift sagt: MU KU SHO JÔ KÔ
......... an einer Stelle des Teils gemon des Kannon-Sutras ist die Rede vom makellosen, reinen Licht.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Haubtabt des Hauptklosters des Sentsû-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Sentsû-ji, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
Mai 2018

Die Schrift sagt: ANJÛSHÔNEN

ANJÛ bedeutet: in einer gewissen Situation, einem gewissen Bewusstseinszustand zu verbleiben. SHÔNEN bedeutet: sich stets an das richtige Gesetz des Buddha zu erinnern, ohne es je zu vergessen. Dies ist im siebten Teil innerhalb des achtfältigen noblen Pfades, welcher vom Leiden befreit, formuliert.
Auch weist der Ausdruck ANJÛSHÔNEN auf den Glauben, die Hingabe hin, welche sich vom weltlichen Gedanken nicht beirren lässt. Er verweist auf das ruhige Verweilen im korrekten Bewusstseinszustand ohne weltliche Gedanken.

Allgemein nennt man heutzutage wichtige und unvermeidbare Situationen SHÔNENBA (hier zu übersetzen mit  «Situationen, wo es um Leben und Tod geht»), und wir sollten in unserem Leben andauernd dieses SHÔNENBA-Bewusstsein haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Shôtoku-Schule, dem Hôryû-ji in Nara, Japan.

(Abbildung: Sitzender Kannon-Bosatsu, Statue im Besitz des Hôryû-ji. Nara)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
April 2018

Die Schrift sagt: SEIFÛ  (reiner Wind)

..........reiner Wind. Es ist der klare, reine Wind, der vom Herzen des Buddha oder eines Bodhisattvas hervorströmt. Wenn er uns entgegenweht, wenn wir uns in ihm befinden, erleben wir grenzenlose Ruhe und Erleichterung. Dieser reine, makellose Wind läutert das grosse Universum.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tendai-shu Klosters Sanzen-in, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Im seiza-Sitz (Hocksitz) sitzender Kannon-Bosatsu. Statue im Besitz des Sanzen-in, Kyôto)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2018

 
März 2018

Die Schrift sagt: KÔDAI CHIEKAN 
(Der weite, grosse Blick der Weisheit)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf alle Lebewesen, wobei sein Schauen, stets auf Weisheit basierend, auf fünffache Weise differenziert wird. Hier (KODAI CHIEKAN) ist der Aspekt der Gleichheit betont. Der Kannon Bosatsu besitzt das Herz, welches alle Wesen aus der unbegrenzten Sicht der Gleichheit errettet und auf dem Weg führt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Shingon-Klosters Samudera, Kôbe, Japan.

(Abbildung: Sitzender Shô-Kannon Bosatsu,Statue im Besitz des Sumadera, Kôbe.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Ende Februar 2018

 
Februar 2018

Die Schrift sagt:
TOKUSHOJÔGEN  (sinojapanisch) Shôjô no manako wo uru (japanisch)
Das reine, klare Auge (reine, klare Sicht) erlangen

Vom Bodhisattva des Mitgefühls (jap. Kannon Bosatsu,  sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) wird gesagt, dass er die fünf Arten der Introspektion (Innenschau) gokan in sich vereinigt, und kraft derer alle Lebewesen errettet. Die zweite Introspektion ist die sogenannte reine, klare Sicht (welche Körper und Geist reinigt, Anm. d. Übers.). Selbst in der verunreinigten, verrucht-sündigen Welt bewahrt er das alles durchdingende, durchschauende Auge der Wahrheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin (Sanjusangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.

(Abbildung: Sitzender, tausendarmiger Kannon Bosatsu, im Myôhôin (Sanjusangendô), Kyôto, Japan.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2018

 
Januar 2018

Die Schrift sagt: GENJÔJUYÔ (Das Annehmen der aktuellen Wirklichkeit)

Die aktuelle Wirklichkeit ist eine vollkommene Welt, welche den Menschenverstand übersteigt. Und die Lehre sagt, dass man sie als solche hingebungsvoll annehmen, und nicht etwa ablehnen soll. Im Menschenleben kommen die verschiedensten Dinge vor. Jedes einzelne dieser Vorkommnisse hat seine eigene, wichtige Bedeutung. Ist/wäre es nicht wichtig, auf eine Weise zu leben, die all diese Ereignisse nicht verneint?

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt Abt des Ausbildungs-Klosters Shôgen-ji, welches zum Myôshin-ji-Zweig der Rinzai-Zen-Schule gehört. Es liegt in Ibuka, Präfektur Gifu.

(Abbildung: Kannon-Bosatsu Statue, Ming-Zeit, China, Besitz Shôgen-ji)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Dezember 2017

 
 
Monatskalender 2017
Dezember 2017
Die Schrift sagt: HOTSU BODAISHIN
(Den Erleuchtungsgeist hervorbringen)

Das Herz zu erwecken zum Wunsch nach vollkommener Erleuchtung.
Von dem Ausdruck bodaishin (Erleuchtungsgeist) wird auch gesagt, dass er eine Kurzfassung des (japanischen) Ausdrucks «anoku tara san myaku san bodaishin» (skrt.: Anuttara samyak sambodhi), deutsch «unübertroffene, perfekte Erleuchtung, perfekte Weisheit Buddhas», sei.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (sanjusangendô) der Tendai-Schule, Kyôto, Japan.
(Abbildung: Die eintausend stehenden tausendarmigen Bodhisattvas des erwähnten Tempel zu Kyôto.)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, November 2017

 
November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012

November 2017

Die Schrift sagt: KÛ  (Leerheit)

.... bedeutet Leerheit. Das heisst, dass alle Phänomene dieser Welt zwar eine Gestalt (Form) aufweisen, dass diese Gestalt/Form aber bloss eine vorübergehende ist, und eines festen Wesenskernes entbehrt. Wenn es im Sutra vom Herzen der grossen Weisheit (Hannya Shingyô) heisst „Form ist Leerheit, Leerheit ist Form (jap. shiki soku ze kû, kû soku ze shiki), ist genau dies damit ausgedrückt.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Nakadera-Zweiges der Shingon-Schule, Nakayamadera Tempel, Takarazuka-shi, Hyôgo, Japan.
(Abblidung: stehende elfgesichtige Kannon-Bosatsu Statue des Nakyamadera-Tempels)


Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Oktober 2017

 
Oktober 2017

Die Schrift sagt: FUKU ROKU JU 
(Glück, Wohlstand, Langlebigkeit)

....Glück, gutes Einkommen und Langlebigkeit, diese drei wünscht sich ein jeder in seinem Herzen. Man kann sie aber nicht durch eigenes Streben erlangen, man wird damit gesegnet.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels der Kita-Hossô-Schule, des Kyômizu-dera in Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, September 2017

 

 
September 2017

Die Schrift sagt: SHIN SHIN MUBETSU SHIN
(Die Herzen sind nicht verschieden)

..... sagt, dass die Herzen nicht voneinander verschieden sind, da gibt es nur ein Herz und da ist der Wunsch (Gebet), dass es als solches wahrgenommen werde.

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Senzû-ji Tempels, dem Haupttempel des Senzû-ji-Zweiges der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, August 2017

 
August 2017

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ 
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) schaut immer mit mifühlenden Augen auf uns und beschützt uns.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters des Suma-dera-Zweiges der Shingon-Schule, Suma-dera, Kôbe, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juli 2017

 
Juli 2017

Die Schrift sagt: GUSEIJINNYOKAI 
(Wunsch/Gebet, so weit und tief wie der Ozean)

Der Kannon Bosatsu teilt die Leiden aller Lebewesen und ist daran, ihre Traurigkeit aufzulösen. Dies ist ein Wunsch (Gebet), der gross und weit, tief und endlos ist wie der Ozean.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Nazen-ji- Zweiges des Rinzai-Zen, Kyôto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Juni 2017

 
Juni 2017

Die Schrift sagt: ROKUKANNON  (die sechs Kannon*)

.....der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara), nimmt, wenn er uns rettet (uns beisteht), die verschiedensten Gestalten an. Rokukannon ist eine dieser verschiedenen Formen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Hauptabt des Shingon-Tempels Dau Hôon-ji, Kyôto, Japan.

*Bezeichnet die sechs Manifestationen des Kannon Bosatsu, nämlich den Shô-kannon, senju-kannon, batô-kannon, jûichimen-kannon, fukû-kensaku-kannon und den nyoirin-kannon.   (Anmerkung des Übersetzers)

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
Mai 2017

Die Schrift sagt:
TSUKI WO MITE, SHÛYA OSOBUKI,
HANA NI MAYÔTE, KOKO NI KAREAZU
(Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
Verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause)

Ein Vers aus einem berühmten chinesischen Gedicht (kanshi) von Ryôkan*, das wie folgt beginnt:

«Fetzen und Lumpen, Fetzen und Lumpen,
Fetzen und Lumpen, das ist mein Leben»

und weiterfährt mit:

«Während ich den Mond betrachte, murmle ich die ganze Nacht Gedichte,
verloren in Blüten, komme ich nie nach Hause»

«Fetzen und Lumpen» bedeutet zerfetzte, zerlumpte Kleider.  –––  Ehrliche, ehrenwerte Armut, freier Zustand.

(* Ryôkan Daigu, 1758-1831,  Japanischer Zen-Meister und Dichter.)

Die Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Hossô-Schule, dem Kôfuku-ji, Nara, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Mai 2017

 
April 2017

Die Schrift sagt: DARE MO GA HOTOKE, DIE WO KAMUTTA HOTOKESAMA
(Alle sind Buddha, mit Schmutz bedeckter Buddha)

D.....Die Menschen sind ursprünglich alle Buddha. Die endgültige Gemütsruhe kommt für den Menschen, wenn er mit Buddha eins geworden ist, doch sind die Menschen von Anfang an Buddha. Unsere Augen sind vom eigenen Schmutz bedeckt, und wir sind uns dessen bloss nicht gewahr. Demgemäss können wir uns als «Schmutz-Buddhas» bezeichnen. Die Menschen sind voller Schmutz, das heisst voll von Begehren und Wünschen, doch mitten in seinem Schmutz befindet sich sein Wesen, der Buddha. Das ist der mit Schmutz bedeckte Buddha.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Tempels Sanzen-in, einem Tempel der Tendai-Schule, Kyoto, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, März 2017

 
März 2017

Die Schrift sagt: KANNONRIKI 
(Die Kraft des Kannon Bosatsu)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unter allen Buddhas und Bodhisattvas seit alters her der Bodhisattva, dem besonders als Bodhisattva des Mitgefühls von vergleichsweise vielen Menschen Hochachtung entgegengebracht wurde. An den Bodhisattva des Mitgefühls zu glauben bedeutet, an seine grenzenlose, übernatürliche (göttliche) Kraft zu glauben.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vomHauptabt des Hauptklosters der japanischen Shingon-Schule, Tô-ji, Kyôto, Japan

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Februar 2017

 
Februar 2017

Die Schrift sagt: MU SETSU FU GEN SHIN
([Der Kannon Bosatsu] offenbart sich nicht in Form eines Landes, Tempels, Pagode etc.)

Dies ist eine Phrase aus dem Kannon-Sutra. Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) erscheint überall in verschiedenster Form und rettet uns Lebewesen. Wenn wir aber nicht an den Kannon Bosatsu glauben, bemerken wir ihn wohl nicht, auch wenn er vor unseren Augen erscheint. Wer an den Bodhsattva des Mitgefühls glaubt, kann sich wohl freuen, Dankbarkeit fühlen und sich respektvoll verneigen.

Die Schrift und der kommentierende Text stammen vom Abt des Engyô-ji, einem Tempel der Tendai-Schule, Präfektur Hyôgo, Japan.

Übersetzt von Heini Sôtan Ôsho, Januar 2017

 
Januar 2017

Die Schrift sagt: TEN MU SHI (Der Himmel hat kein Ich)

Der Himmel, das heisst die grosse Natur, hat kein Ich-Bewusstsein. Er macht keinerlei Unterscheidung allen Menschen und allen Dingen gegenüber.
Alle und alles sind gleich.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Dezember 2016

 
 
Monatskalender 2016
Dezember 2016

Die Schrift sagt: E NICHI HA SHO AN

.................... Die Weisheit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) vertreibt alle Begehren und alle Arten von (dunkler) Unwissenheit. (Herausgegriffen aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) des Nansen-ji-Zweiges (Nansen-ji-ha) des Rinzai-Zen, im Hauptkloster (honzan) Nansen-ji, Higashiyama, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, November 2016

 
November 2016

Die Schrift sagt: Torohotoke (Schmutz-Buddha)

Hakuin Zenji (Zen-Meister Hakuin) stellt in seinem Loblied der Meditation (zazen wasan) klar fest, dass alle Lebewesem im Grunde Buddha sind (shujô honrai hotoke ni nari). Die Menschen sind, wer es auch immer sein mag, alle Buddha. Diejenigen, die sich dessen nicht gewahr sind, und sich plagend abmühen, nennt man verloren herumirrende Leute, wärenddem diejenigen, die sich dessen gewahr sind und leichten Herzens leben, wissende Leute genannt werden. Wenn es sich so verhält, können wir uns als «Schmutz-Buddha» betrachten. Wir sind zwar Buddha, aber in einem schmutzigen Zustand. Wir haben sehr viel Schmutz, beziehungsweise Zweifel, Zögerlichkeiten (und Begehren und Wünsche), doch dieser mitten im Schmutz steckende Körper ist der Licht ausstrahlende Buddha. Lasst uns, wenn wir uns selbst und andere Menschen betrachten, verständig denken «das ist ein Schmutz-Buddha», das ist ein von Schmutz bedeckter «Buddha».

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in-Klosters, einem Kloster der Tendai-Schule, Kyôto, Japan

Uebersetzung durch H.S., Ôsho, Oktober 2016

 
Oktober 2016

Die Schrift sagt: DAIHI MUSOKU
(das ewig wirkende, mitfühlende und erlösende Herz)

... bedeutet, dass das erbarmungsvolle, mitfühlende Herz des Buddha und der Bodhisattvas ohne Unterbruch fortexistiert. In einem Kommentar zum Eröffnungsparagraph des Yuimagyô (Sutra der (erleuchteten) buddhistischen Laien Vimalakirti) nennt Shôtoku Taishi (der grosse japanische Prinz und Patron des japanischen Buddhismus, 6./7. Jhd.) den Hauptprotagonisten DAIHI MUSOKU.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-shu, Hauptkloster Hôryô-ji, Nara Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2016

 
September 2016

Die Schrift sagt: JIHI (Barmherzigkeit, Gnade)

«JIHI Barmherzigkeit, Gnade»... . (Das Kompositum JIHI ist aus JI und HI zusammengesetzt.)
Der Autor des Textes erklärt Barmherzigkeit wie folgt: «JI» (Liebe, Zuwendung) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) allen Lebewesen Erleichterung gibt. «HI» (Traurigkeit) sagt aus, dass (die Barmherzigkeit des Bodhisattvas des Mitgefühls) Trauer beseitigt. Diese Barmherzigkeit, Gnade (welche Erleichtung gibt und Trauer wegnimmt) ist wichtig für das Fortleben aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom ehemaligen Hauptabt des Daihôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2016

 
August 2016

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Die Wohltätigkeit des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist unermesslich gross und tiefgründig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Zentsû-ji-Zweiges der Shingon Schule, Zuishin-in, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2016

 
Juli 2016

Die Schrift sagt: KONGORIKI (Diamantkraft)

..... Diamanten sind solide und unzerstörbar. Die vom erleuchteten Herzen des Bodhisattva ausgehende Diamantkraft zerschlägt alle unsere illusionären Wünsche und Begehren und führt uns auf dem Weg.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Kita-Hossô-Schule, dem Kyômizudera in Kyôto Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juni 2016

 
 
Juni 2016

Die Schrift sagt: HATSU BODAISHIN
(Den Bodhisattva-Geist hervorbringen)

HATSU BODAISHIN weist auf das Erwecken des Geistes (Bewusstseins) der Mönche oder der Nonnen hin, die das Satori (Erleuchtung, Selbsterkenntnis) anstreben, welches der Ausgangspunkt für die Bodhisattvaschaft bildet. So eine Person besitzt die Kraft, alle dafür nötigen Wünsche und Gelübde (auf dieses Ziel hin) aufzubringen. Es gibt auch den Ausdruck HOSSHIN, religiöses Erwachen, dafür. Es bildet den Anfangspunkt von jeglichem asketischen Training, der Bodhisattvaschaft, des Nirvana.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Emma-ji, dem Haupttempel der japanischen Tendai-Schule, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
Mai 2016

Die Schrift sagt: FUKU JÛ KAI MU RYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) benutzt überragende göttliche Kraft und ein mitfühlendes Herz, und das aus seiner Tugend erwachsene Glück und Wohlergehen sind unermesslich wie das grosse Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Sumadera, dem Haupttempel des suma-Zweiges der Shingon-Schule, Kobe, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Mai 2016

 
April 2016

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Subtile Wolke des Mitgefühls)

Das tief mitfühlende, befreiende Herz des Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara) bedeckt das ganze Universum wie eine
grosse Wolke und umhüllt die Herzen aller fühlenden Wesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhô-in (Sanjusangendô), zugehörig zur Tendai-Schule, Higashiyama, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., März 2016

 
März 2016

Die Schrift sagt: GAKU BUTSU DAI HI SHIN

.... dieses Buddhabewusstsein, welches alle anderen respektiert, und das uns fühlende Wesen allesamt errettet, dieses Buddhabewusstsein zu erforschen und zu erlernen, und in unserem eigenen Leben walten zu lassen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels (Kanchô) des Haupttempels der Reinen Land Schule (Nishiyama Jôdôshû), der gleichzeitig Abt ist des Hauptklosters dieser Schule, des Sôkôsan Myôkô-ji, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Februar 2016

 
Februar 2016

Die Schrift sagt: SHI MU KU
(wörtlich: denken, nichts/kein/ohne, Schmutz)

....... unausdenkbar makellos. Oder: vollkommen reines Denken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Haupttempels des Sentsû-ji Zweiges der Shingon-Schule, dem Setsû-ji Tempel, Kyôto, Higashiyama, Japan.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 

 
Januar 2016

Die Schrift sagt: EKôHENSHô
(Umdrehen des Lichtes, es nach innen scheinen zu lassen)

...sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden, und gemäss der innewohnenden Weisheit das Selbst (nach innen gewandt) zu reflektieren ist wichtig. (Aus den Aufzeichnungen des Meisters Rinzai)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan. Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.
Uebersetzung durch H.S., Januar 2016

 
 
Monatskalender 2015
Dezember 2015

Die Schrift sagt: MEDETAKU KASHIKU*

Sein Gegenüber zu loben, ihn/sie ehrerbeitig zu respektieren. Früher benutzten die Frauen diese Redewendung als Schluss in einem Brief. Dieses Wort lehrt die Wichtigkeit, allen und allem gegenüber seinen Segen zu erweisen und respektvolle Gedanken zu pflegen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der (buddhistischen) Kita-Hosso-, dem Tempel Kyômizu-dera, Kyôto, Japan.
* Es handelt sich bei diesen Zeichen ausschliesslich um Silbenzeichen (Hiragana), also nicht wie sonst in diesem Kalender üblich, um chinesische Ideogramme (Kanji)

Uebersetzung durch H.S., November 2015

 
November 2015

Die Schrift sagt: SHUGEI (Systematische Wissenschaft)

Die Bedeutung von SHUGEI ist "zahlreiche Wissensgebiete zu erlernen". Zudem stammt der Ausdruck SHUGEI vom Schulnamen SHUGEISHUCHIIN, dem Institut, das Kôbô Daishi (Kûkai) gegründet hatte.
Während der Heian-Zeit gab es von der Regierung unterstützte Universitäten und auch private Universitäten für einflussreiche Leute, aber nicht für das gewöhnliche Volk. Kôbô Daishi gründete 828 aus seinem Wunsche der Gleichberechtigung im Schulwesen heraus das Lerninstitut SHUGEISHUCHIIN für alle Leute zugänglich. Der ursprüngliche Geist dieser Schule wurde bewahrt und wirkt auch heute noch fort in der modernen SHUCHI-IN Daigaku (Universiät SHUCHI-IN).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Ankayama-dera Schule des Shingon Buddhismus, dem Nakayama-dera, Takarazuka, Präfektur Hyôgo, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
Oktober 2015


Die Schrift sagt: JIKI DÔ (Direkter Weg)

Wenn man im Lexikon nachschlägt, findet man unter JIKIDÔ «Der ohne Umwege zu machen geradewegs zur Erleuchtung (satori) führende Weg. Die direkte Strasse.» Dengyô Daishi (Saichô) [Gründer des japanischen Tendai-Zentrums auf dem Hiei-Berg bei Kyôto, 767-822, Anm. des Uebersetzers]
schätzte das Wort DÔSHIN (WEG-Motivation), wohingegen ich JIKIDÔ gern habe. Ich möchte möglichst ohne Umwege und geradeaus den Weg gehen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Klosters Sansen-in, zugehörig zur TEndai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2015

 
September 2015

Die Schrift sagt: FU TAI TEN
(Ohne Nachlässigkeit oder Störung)

Die im Verlauf des geistigen Trainings auf dem Buddha-Weg erworbene Selbsterkenntnis (satori), Tugend und Verdienste nicht degenerieren zu lassen, im Gegenteil, sie zu vermehren, sich nicht auf schlechte Wege (z.B. in die Bereiche der Hölle, der hungrigen Geister, der Tiere, Menschen oder Himmelswesen) zu begeben, und den Bewusstseinsstand und Dharmastatus des Bodhisattvas nicht zu verlieren oder stören zu lassen, ist die Bedeutung von FU TAI TEN. Manchmal wird dies auch beispielsweise FU TAI oder MU TAI genannt.
Allgemein ausgedrückt ist die Bedeutung von FU TAI TEN, nicht einen einzigen Schritt nachzugeben, abzuweichen, wie auch immer schwierig oder hart die gegebenen Umstände sein mögen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanshô (Hauptabt) der Shôtoku- Schule des japanischen Buddhismus Hauptklosters Hôryû-ji, Nara, Japan.

Uebersetzung durch H.S., August 2015

 
August 2015


Die Schrift sagt: MUGA MUCHÛ
(Ohne Ich, mitten im Traum)

bedeutet: Lasst uns, ohne das Ich hervorzubringen im Zustand des Traumes verweilen und uns darin (in diesem Zustand) voll einsetzen und geistige Fortschritte machen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Senyô-Schule des Shingon-Buddhismus, Senyô-ji, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juli 2015


Die Schrift sagt: YUISHIN (Nur Geist)

Alle existierenden Erscheinungsformen sind vom Geist (Bewusstsein) produzierte Erscheinungen. Es gibt keinerlei Existenzen ausserhalb des Geistes (Bewusstseins). Der Geist (Bewusstsein) ist die einzige Realität.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Klosters Hôon-ji, einem Kloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Juli 2015

 
Juni 2015

Die Schrift sagt: DAI JI HI SHIN
(Grosses mitfühlendes Herz)

Der Buddha hat mit sämtlichen lebenden Wesen Mitgefühl, und ein liebendes Herz. Ich möchte diesem grossen und mitfühlenden Herzen des Buddha meinen Körper und Geist hingeben und mit ihm ein Leben in gutem Einvernehmen führen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Stammklosters der Tendai-Schule, dem Sôhonzan Enma-ji, in Ôtsu-shi, Präfektur Shiga, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Mai 2015
 
Mai 2015


Die Schrift sagt: TÔMÔ wo sukuwan
(Den Blinden helfen)

Die Kinder haben keinen Ort, um nach Wisssen zu fragen, und der Schulbesuch ist beschwerlich. So habe ich einen Tempel errichtet, um die Blinden (Leute, deren Vernunft/Intellekt sich im Dunkeln befindet) zu führen und ihnen weiterzuhelfen.
Aus einem Werk des Kôbô Daishi, Kûkai.*

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Haupttempels Zentsû-ji der Shingon-Schule, Kagawa-Ken, Shikoku, Japan.
(*Kûkai ist ein grosser Meister des japanischen Shingon-Buddhismus, 774-835, Anm.des Uebersetzers.
)

Uebersetzung durch H.S., April 2015

 
April 2015

Die Schrift sagt: HATSU ZUI KI SHIN
(Herzensfreude ausstrahlen)
(Eine Stelle aus dem Hokekyô, dem Lotussutra)

... Die Tugend, die Lehre (des Lotussutra) im Hören zu begreifen lässt Freude aus dem Herzen entspringen. (Aus dem Hokekyô)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Tempels Myôhôin, der Tendai-Schule zugehörend, Kyôto, Higashiyama, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2015

 
März 2015

Die Schrift sagt: SHISHIKU
(Das Brüllen des Löwen)

... wenn der Löwe brüllt, bersten die Schädel von unzähligen Tieren (wörtlich: 100 Tiere). Die Predigt(en) des Buddha und der Patriarchen und Meister besiegen sämtliche Irrglauben (Wahnvorstellungen, Illusionen etc., Anm.des Uebers.).
Aus dem Yuima-Kyô (Sanskrit: Vimalakirti Sutra)


Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai-Schule des Buddhismus in Japan, Tochigi-Ken, Shikoku, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Februar 2015

Februar 2015

Die Schrift sagt: BONON KAICHÔON
(Der reine Klang des Windes, das Brausen des Meeres)

Bonon bedeutet «Klang des reinen, frischen Windes». KAICHÔON bedeutet das Brausen (Tosen) des Meeres. Der Klang des Mitgefühls des Kannon Bodhisattva ist weit entfernt von Begehren und Wünschen und erreicht (dadurch) sämtliche lebenden Wesen weit und breit.


Schrift und kommentierender Text stammen von Kanchô (Hauptabt) des Nanzen-ji Zweiges des Rinzai-Zen Buddhismus in Japan, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014
 
Januar 2015

Die Schrift sagt: SHITSU U BUSSHO
(Alle haben Buddhanatur)

Dieses Wort wird im Teil «Löwenstimme-Bodhisattva» des Nirvana-Sutra (jap. Nehan-kyô) erklärt; wir alle hier lebenden (Menschen) und auch sämtliche anderen lebenden Wesen haben, ohne Ausnahme, die Möglichkeit, Buddha zu werden.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji

Uebersetzung durch H.S., Dezember 2014


 
Monatskalender 2014
Dezember 2014

Die Schrift sagt: ENMAN
(Vollkommene Erfülltheit/Harmonie)

Der Zustand vollkommener Erfüllung. Auch: Voll von Verdienst und Tugend (jap. kudoku) sein.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Zuishin-in, dem Hauptkloster des Zenzû-ji Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
November 2014

Die Schrift sagt: FUKUJÛKAI MURYÔ
(Das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Das Mitgefühl des Buddhas Amithaba ist unermesslich und übersteigt den Verstand. (Im Jôdô Buddhismus, der buddhistischen Reinen Land Schule, symbolisiert der Buddha Amithaba, auch Amita, oder Amida, Erbarmen und Mitgefühl, Anm.d. Uebers.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kômyô-ji, dem Hauptkloster der westlichen Jôdô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., September 2014

 
Oktober 2014

Die Schrift sagt: JIGENSHISHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Wann es auch immer sein mag, der Kannon Bosatsu (Bodhisattva des Mitgefühls) schaut stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen auf uns.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, einem Kloster der Tendai-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.
Uebersetzung durch H.S., September 2014

 

Die Schrift sagt: SHOGYÔ MUJÔ
(Alles ändert sich andauernd und ist vergänglich)

Alle Erscheinungsformen (Phänomene) in dieser Welt halten auch nicht für einen kleinen Moment an, sie entstehen und vergehen, nicht ein einziges Ding gibt es, das sich nicht ständig ändert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Shuga-ji, einem Hauptkloster der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Kobe, Japan
Uebersetzt von H.S., August 2014



 
August 2014

Die Schrift sagt: FUKUJUKAI
(Ein Meer von Glück)

Dieses FUKUJUKAI kommt im MYÔHÔRENGEKYÔKANZEONBOSATSUFUMONHIN DAINIJUGO, kurz Kannon-Sutra genannt, im letzten Abschnitt vor.
«JU» bedeutet: sammeln, sich sammeln, zusammenkommen. Hier bedeutet es, dass sich das Glück grenzenlos ansammelt, gross wie ein Meer.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Kyômizudera, dem Hauptkloster der Kita-Hossô-Schule des japanischen Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt durch H.S., Juli 2014
Juli 2014

Die Schrift sagt: JIGENJISHUJÔ FUKUJUKAIMURYÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten, das Meer des Wohlergehens ist unermesslich)

Der Bodhisattva des Mitgefühls Kannon-sama (Sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) schaut auf uns lebende Wesen stets mit freundlichen und mitfühlenden Augen. Wenn wir selbst mit diesem Herz des Kannon Bodhisattva lebten, sammelte sich das Glück wie ein Meer ins Unermessliche an. (Aus dem Lotos-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tôshôdai-ji, dem Hauptkloster der Ritsu-Schule des japanischen Buddhismus, Nara, Japan

Uebersetzung durch H.S., Juni 2014
Juni 2014

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Die Bedeutung von Liebe/Mitgefühl gleicht einer subtilen grossen Wolke)

Das mitfühlende Herz des Kannon Bodhisattvas (Bodhisattva des Mitgefühls) ist wie eine riesige Wolke, welche den weiten Himmelsraum bedeckt und die Herzen der fühlenden Wesen einhüllt. (Aus dem Kannon-Sutra)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt (Kanchô) des Hauptklosters des Nansen-ji Zweiges der Rinzai-Zen-Schule, Nansen-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
Mai 2014

Die Schrift sagt: ITTEKI TAIKAI no gotoshi
(Ein Tropfen ist wie der grossen Ozean)

In einem Tropfen Wasser spiegelt sich das ganze Universum. Ein Tropfen und der Ozean sind in der Essenz dasselbe, in der buddhistischen Dharmawelt gibt es keinerlei Unterschiede.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Chisan-Zweiges der Shingon-Schule, Daihôon-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung von H.S., April 2014
April 2014

Die Schrift sagt: KI I YÔ SEI
(Kraft, mittels, aufziehen/ernähren, Geist)

KIIYÔSEI wird (japanisch) gelesen: Ki wo motte, seishin wo yashinau. Mit Kraft den Geist nähren. Dies bedeutet: Wenn man enttäuscht oder niedergeschlagen ist, mit ruhigem und starkem Willen weiterzuleben.


Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters des Senyô-ji Zweiges Shingon-Schule, Senyô-ji, Kyôto, Japan.

Uebersetzung durch H.S., März 2014
März 2014

Die Schrift sagt:
JIKÔ
(Licht der Liebe, des Mitgefühls)

«Jikô» ist das von Herrn Buddha ausgehende Licht der Gnade. Dies ist seine sich uns allen Lebewesen stets hingebende, Leichtigkeit und Freude erteilende, unbeschränkte Liebe.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Hauptklosters der Tendai-Schule, Enma-ji, Shiga-Ken, Japan
Uebersetzung durch H.S., Februar 2014
Februar 2014


Die Schrift sagt: DAIHISHIN wo okosu
(Das grosse, sorgetragende Herz erwecken)

«Das grosse, sorgetragend Herz» bedeutet: welchem Gegenüber es auch sein mag, Sympathie entgegenzubringen und um sein/ihr Wohlergehen besorgt zu sein. Man spricht vom JIHISHIN des Bodhisattvas des Mitgefühls (kannon bosatsu), das heisst vom barmherzigen, wohlwollenden Herz des kannon bosatsu. Wenn jemand mit diesem Herz in Berührung kommt, wird er von seinen Sorgen und von seiner Trauer befreit. (Aus dem zazengi )
(Welches zazengi gemeint ist, es gibt deren verschiedene von verschiedenen berühmten Zenmeistern, wird hier nicht angegeben)

Schrift und kommentierenden Text stammen vom Abt des Tendai-Klosters Sanjusangendô (Myôhôin), Kyôto, Japan.
Uebersetzt durch H.S., Januar 2014

Januar 2014

Die Schrift sagt: RISSHO mina SHIN
(Der Ort, wo du gerade bist, ist der wahre Ort)

Wenn einer seinen innersten Kern (Subjekt) durchdringt, dann ist jeder Ort, wo er sich gerade befindet, für ihn der wahrhaft wirkliche Ort.

(Aus dem Rinzai-roku, Aufzeichnungen des Meisters Rinzai: Zuisho ni shu to nareba, rissho mina shin nari: Sei der Meister in jeglicher Situation, dann offenbart sich alles an dem Ort, wo du gerade bist, in seiner wahrhaftigen Gestalt.)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji (ein Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji), Ibuka, Präfektur Gifu, Japan.
Uebersetzt von H.S., Januar 2014
Monatskalender 2013
Dezember 2013

Die Schrift sagt: Yume (Traum)

Wenn man das Wort Traum in verneinender Weise auffasst und darüber denkt, kommt man zur leeren Vergänglichkeit, welches in der buddhistischen Lehre mit Ku (oder Sanskrit Shunyata), Leerheit bezeichnet wird und es entsteht ein Bewusstseinszustand, der das Interesse an Weltlichem verliert. Wenn man umgekehrt Traum in bejahender Weise über das Wort Traum denkt, hat man den Wunsch, die Bitte oder das Ideal, den Traum eines Tages zu verwirklichen. Dadurch entsteht eine Gemütsverfassung, welche es anstrebt, in positiver Weise in dieser Welt zu leben. Beide Arten von Traum sind das Menschenleben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji, Nara, dem Haupttempel der Muro-ji-ha (Muro-ji-Zweig) welcher zum japanischen Shingon-Buddhismus gehört.

Uebersetzt von H.S., November 2013
November 2013

Die Schrift sagt: Ippô ippô mata ippô
(Ein Schritt, ein Schritt und wieder ein Schritt)

Lasst uns in unserem menschlichen Leben auf dem Weg, den wir fortschreiten sollen, jeden Schritt besonnen und solide gehen. Erschaffe gute Umstände. Eilen taugt nichts.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sentsû-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
Oktober 2013

Die Schrift sagt: SHU CHI
(wörtlich: Samen/Kern-Wissen, übertragen: innerstes Wissen)

Shuchi, das innerste Wissen ist der Same der Weisheit, es ist Erleuchtung, Buddhaschaft an sich, es ist nicht einfach bloss Wissen.
Zum Beispiel wenn man Güter/Ware aufteilen muss und dabei Messgeräte, Maschinen oder Werkzeuge zu Hilfe nimmt, ist das (Anwendung von) Wissen. Wenn eine Aufteilung erfolgt, mit der beide Parteien einverstanden sind, ist es Weisheit.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Nakayama-dera, einem Tempel der Shingon-Schule, Hyôgo-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S., Oktober 2013
September 2013

Die Schrift sagt: JI I MYÔ DAI UN
(Das mitfühlende Herzbewusstsein (ist eine) subtile grosse Wolke)

Das Herz des Mitgefühls ist so gross wie eine mächtige Wolke, die den Himmel bedeckt. Dieses grosse, weite Herz umhüllt (beschützend) wie eine Wolke die Herzen aller Lebewesen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Kanchô (Hauptabt) der Nanzen-ji Schule des Rinzai Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S. August 2013
August 2013

Die Schrift sagt: WA FU KEI UN
(Sanft wehender Wind, glückverheissende Wolken)

Dieses Wort weist auf einen Menschen hin, der dank Sanftheit und Milde grosse Tugend besitzt und einen vorzüglichen Charakter aufweist. Er möchte herzlich und friedlich leben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Asukadera, einem Tempel der Kanzeon-Schule, in Tôkyô, Japan.

Uebersetzt von H.S., Juli 2013
Juli 2013

Die Schrift sagt: Take YÔYÔ SEIFÛ wo okosu
(Die Bambusblätter erzeugen eine kühle Brise)

Verstohlen geht der Wind durch den Bambuswald, die Blätter rascheln, eine kühle Brise entsteht. Wenn sie ein bisschen andauert, bringt sie eine sanfte Veränderung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Daihôon-Tempels, der zur Shingon-Schule gehört. Dieser befindet sich in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., Juni 2013
Juni 2013

Die Schrift sagt: JIHI (Mitfgefühl, Barmherzigkeit)

Das liebende, mitfühlende Herz.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Haupttempels der Tendai-Schule, dem Enryaku-ji (Hieizan), Präfektur Shiga, Japan.


Uebersetzt von H.S. Mai 2013
Mai 2013

Die Schrift sagt: JIKÔWAFÛ
(Das Licht des Mitgefühls kommt auf friedlichem Wind)

Das Licht des Mitgefühls kommt mit einem weichen, sanften Wind und beschenkt die Menschen. Das Herz, das auf die gegenseitige Bemühung, eine streitlose, friedliche Welt zu erschaffen anstrebt, ist wichtig.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sanzen-in, einem Kloster der Tendai-Schule, in Kyôto, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
April 2013

Die Schrift sagt: Tomo ni kore bompu no mi (Wir alle haben Ohren eines gewöhnlichen Menschen)

Shôtoku Taishi (Prinz Shôtoku, 574-622,
Anm.d.Uebers.) sagt in Artikel 10 seiner Verfassung: «Wir selbst sind keineswegs Heilige, er (die anderen) sind keineswegs blöde. Wir alle sind einfach gewöhnliche Menschen», und lehrt uns damit, unser Selbstbewusstsein als das eines gewöhnlichen Menschen zu betrachten. Wenn wir uns derartig sehen, können wir uns von unseren absoluten Ansichten trennen, und uns willig anderen Stimmen zuneigen, und haben als Resultat viel exzellentere Gedanken.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der wa-Schule, Haupttempel (sôhonzan) Shitenô-ji, Ôsaka, Japan.


Uebersetzt von H.S., März 2013
März 2013


Die Schrift sagt: Mi shizukani nareba yume momata yasushi (Wenn der Körper ruhig und geordnet gehalten wird, sind auch die Träume friedlich)

Wenn Körper und Geist ruhig gehalten werden, kann sich ein Zustand einstellen, in dem man auch im Traum (sowohl gegenwärtig wie in der Zukunft) in einem friedlichen, ruhigen Zustand ist.
Diese Worte stammen von einem chinesischen Politiker der Ch'ing Zeit (1644-1912) namens Hitsugen (jap. Leseart). Hitsugen hat unter anderem auch ein Werk mit dem Titel zokushijitsukan (jap. Leseart) veröffentlicht. Das Wort ist in einem Werk des japanischen Autors Ichikawa Beian (1779-1858) aus der Edo-Zeit enthalten.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Kita Hossô-Schule, Haupttempel Kyômizudera, Kyôto, Japan

Uebersetzt von H.S., Februar 2013
Februar 2013
Die Schrift lautet: FUSHAKU SHINMYÔ (Geizt nicht mit Körper und Leben)

Dieses "FUSHAKU SHINMYÔ" bedeutet, dass der Bodhisattva seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt (wegwirft) und (dadurch) alle Lebewesen errettet. Es bedeutet auch, dass er für die Verteidigung des Glaubens seinen eigenen Körper und sein Leben aufgibt.
In den von Shôtoku Taishi erforschten drei Sutras (sankyô), dem shômankyô, yuimakyô und hokkekyô wird natürlich das Denken eines Bodhisattvas des Mahayana-Buddhismus dargestellt, der den hier vorliegenden und ähnlich lautende Sprüche erläutert.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt der Shôtoku-Schule, Haupttempel Hôryô-ji, Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Januar 2013

Die Schrift lautet: BANRI ICHI JÔTETSU (Zehntausend Meilen Stabeisen)

Stabeisen, das sich in sämtlliche Richtungen erstreckt. Dies drückt den reinen und leeren Bewusstseinszustand aus, der mit dem Universum (Himmel und Erde) eins ist. Dieses Wort ist auch ein Hinweis auf den von sämtlichen Täuschungen und Unterscheidungen befreiten, alles durchdringenden und fortwährenden Erleuchtungszustand. (Aus dem «Nintengenmoku»)

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Rinzai-shu, in Ibuka, Präfektur Gifu,
Japan. (Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji)

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Januar 2013
Monatskalender 2012
Dezember 2012

Die Schrift lautet: TÔRI iwazaredomo, shita onozukara michi wo nasu
(Zum Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber unter ihnen bilden sich ganz von alleine Wege)

Zu Pfirsich- und Pflaumenbaum sage ich gar nichts, aber es versammeln sich so viele Leute, die von der Schönheit ihrer Blüten angezogen werden, sodass gleichsam Wege entstehen. In gleicher Weise versammeln sich Leute, die die Tugend lieben, bei Menschen von grossem moralischem Einfluss.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Muro-ji-, Haupttempel des Muro-ji-Zweiges der Shingon-Schule des japanischen Buddhismus, Präfektur Nara, Japan.

Uebersetzt von Heinrich Sôtan Steinmann, Dezember 2012
November 2012

Die Schrift lautet: GONGUJÔDO
(Dringender Wunsch nach dem Reinen Land/Paradies)

GONGUJÔDO ... Sich das Paradies, das Reine Land sehnlichst herbeiwünschen.
Eishin Sôto hat das Werk Ôjôyôshu («Die essentielle Sammlung/Kompilation zum Tod/Unterwerfung»*) herausgegeben, worin erklärt wird: ENRIEDO*, GONGUJÔDO
(Was bedeutet: genug haben vom Land der Trennung und des Schmutzes, sich sehnlichst das Reine Land/Paradies herbeiwünschen.)

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Myôhô-in (Sanjûsangendô), einem Tempel der Tendai-Schule, Kyôto, Higashiyama-ku, Japan.

Uebesetzt von H.S., Oktober 2012, (*= freie Uebersetzung)
Oktober 2012

Die Schrift lautet: WAJIFUDÔ (Friede in Ungleichheit/Verschiedenheit)

In seinem «Rongo» sagt Konfuzius: «Ein Mensch von Tugend zeichnet sich aus durch Ungleichheit, aber dennoch Friede» , d.h., er bewahrt den Frieden mit anderen trotz aller Unterschiede. Das bedeutet, dass ein Mensch mit feinem Charakter jemand ist, der nicht streitfertig ist, sondern Eintracht sucht, einer, der nicht einfach der Masse hinterher trottet, sondern sich selbst fest im Griff hat. Das ist leicht zu sagen, aber schwierig durchzuführen.

Schrift und Kommentar stammen vom Abt des Kinryûsan Sensô-ji, einem Tempel der Shôkannon-Schule, Tôkyô, Japan.

Übersetzt von H.S., September 2012
September 2012

Die Schrift sagt: BONNON KAICHÔON
(Der Klang Buddhas/Kanzeon-Bodhisattvas, der Klang der Meeresgezeiten)

Der subtile Klang von Kanzeon's (Bodhisattva des Mitgefühls, sanskr. Bodhisattva Avalokitesvara) überlegener Lehre. Der Bodhisattva, der die Laute der Welt mit seinem Herzen betrachtet. (KAN = Sehen, ZE/SE = Welt, ON = Klang)
In einem Vers von Daitô Kokushi heisst es «Wenn du mit den Ohren siehst und mit den Augen hörst, kommen von alleine Wasserperlen (von der Traufe herab).»
Und von Ueda Bin (1874-1916) gibt es einen Gedichtband mit dem Titel KAICHÔON (Klang der Meeresgezeiten).

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt (Kanchô) der Nanzen-ji-Schule des japanischen Rinzai-Zen, Nanzen-ji, Kyôto, Japan.

Übersetzt von H.S., August 2012
August 2012

Die Schrift sagt: ZENZAI («Gut gemacht!», oder «Wie gut!»*)

Die Bedeutung dieses «Gut gemacht» oder «Wie gut!» ist die Billigung einer oder mehrer Personen, ein Ausdruck der Bewunderung, des Lobes, «wunderbar!».
In vielen buddhistischen Sutras wendet sich der Buddha mit diesem ZENZAI ZENZAI an seine Jünger.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Shôtoku-Schule (Shôtoku-shu), Hôryû-ji, Nara-Ken, Japan

*(Sanskrit: Sâdhu, Anm. des Uebers.)
Übersetzt von H.S., Juli 2012
Juli 2012

Die Schrift sagt: HIKAN JIKAN
(Betrachten mit Mitgefühl. Wörtlich: KAN = betrachten, HI= Trauer, JI= Liebe)

Das Herz des Bodhisattva des Mitgefühls, Kannon Bosatsu, behandelt sämtliche Dinge auf reine und schöne Art. Das ist so, weil dieser Bodhisattva das grosse mitfühlende Herz besitzt. Wir alle möchten ebenfalls so ein Herz haben.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Abt des Sansen-in, eines Tempels der Tendai-Schule des Buddhismus, Kyôto, Japan.

Uebersetzt H.S. Juni 2012
Juni 2012

Die Schrift sagt: JIGEN SHI SHUJÔ
(Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten)

Der kannon bosatsu (Bodhisattva Avalokitesvara, Bodhisattva des Mitgefühls) ist stets liebevoll, und schaut uns alle (alle Lebewesen) mit seinem Auge des Mitgefühls an.

Schrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Hauptklosters der Tendai Schule des Buddhismus in Japan, dem Enryaku-ji in Ôtsu, Shiga-Ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. Juni 2012
Mai 2012

Die Schrift sagt: FUKU JU KAI (Glück soviel wie ein Meer)

... eine Bildlegende, lobpreisend für den Kannon Bosatsu im weissen Gewand (Byaku-e-kannon). Dieses «FUKUJUKAI» ist der eine Teil des Verspaares FUKUJUKAI MURYO (Ein Meer von Glück, unermesslich) und JIGEN JISHUJO (Alle Lebewesen mit Augen des Mitgefühls betrachten). Es lobt das Glück und das Wohlergehen/Wohlstand des Bodisattvas des Mitgefühls, das meeresgleich unermesslich riesig ist.

Lobschrift und Kommentar stammen vom Hauptabt des Kyomizu-deras, dem Haupttempel der nördlichen Hossô-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Mai 2012
April 2012

Die Schrift sagt: ARAKAN Arakan, oder abgekürzt Rakan (Sanskrit Arhat).

Ein von der Welt Verehrter, (oder hoch geachteter), der es verdient, Spenden und eine Begräbnisfeier zu bekommen. Er ist einer, der den weltlichen Begehren und Wünschen nicht mehr anhaftet, der hohe Weisheit besitzt, der sich keinerlei Studien mehr hingeben muss. Die 16 Jünger Buddhas, die um Schutz für die buddhistische Lehre (Buddhadharma) baten, werden «die 16 Rakan» genannt. In der Gesamtausgabe der buddhistischen Sutras werden 500 Jünger Buddhas erwähnt, die sich nach dem Eintritt des Buddha ins Parinirvana (das heisst nach seinem Tod) versammelten. Sie werden als die «500 Rakan» bezeichnet. Auch im Zenzû-ji sind 500 Rakan aufgestellt.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Oberhaupt der Zenjû-ji-ha der japanischen Shingon-Schule, Zenzû-ji-shi, Kagawa-ken, Japan.

Uebersetzt von H.S. April 2012
März 2012

Die Schrift sagt: ROKU KANNON (Sechs Kannon)

Es wird gesagt, dass wenn der Kannon Bosatsu (Bodhisattva Avalokiteshvara) uns errettet, er sich in allen möglichen Formen offenbart. Der Roku Kannon ist eine dieser zahlreichen Formen.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptpriester des Hôon-ji, einem Tempel der Shingon-Schule, Kyôto, Japan.

Uebersetzt von H.S. Maerz 2012
Februar 2012

Die Schrift sagt: YUME (Traum)

... Traum ist mit Ideal/Idee verbunden und ebenso mit einem Wunsch und mit einem schwankenden Herzen. Um einen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen, braucht es die eigene Willenskraft und Bemühung.

Schrift und kommentierender Text stammen vom Hauptabt des Tô-ji, des einen Haupttempels der Shingon-Schule, Kyôto, Japan. Die Statue zeigt Nyoirin-Kanzeon-Bosatsu, Ishikawa-dera, Shiga-Ken, Ôtsu, Japan.

Uebersetzt von H.S. Februar 2012

Januar 2012


Die Schrift sagt: Betsu ni kore ikko no ten
(Im Topf drin existiert noch ein anderes Universum.)

In einem Topf gibt es noch ein anderes Universum mit einer eigentümlich schönen Landschaft.
Dies verweist auf den Zustand der Erleuchtung (jap. satori). Ein Wort (Sinnbild), das öfters verwendet wird.

Schrift und kommentierender Text stammen von Yamakawa Sôgen Rôshi, dem Abt des Shôgen-ji, einem Mönchsausbildungskloster des Myôshin-ji, Ibuka, Präfektur Gifu, Japan
Die Statue des Kannon-Bosatsu gehört zur Sammlung des Shôgen-ji.

Uebersetzt von H.S. Januar 2012